Diagnose

Für eine zweifelsfreie Diagnose der Histaminintoleranz ist die Konsultation eines Arztes unausweichlich. Erster Ansprechpartner für Patienten ist sicherlich der Hausarzt, aber auch Internisten, Allergologen und Gastroentologen sollten weiter helfen können. Auch viele Alternativ-Mediziner befassen sich mit der Histamin-Intoleranz.

Was Patienten wissen sollten: Die Histaminintoleranz ist in der Medizin sehr umstritten und auch zur Diagnose gibt es unterschiedliche Meinungen.

Unausweichlich werden auf dem Weg zur Erkenntnis für die meisten Patienten aber wohl das vorübergehende Einhalten einer Diät sowie das Führen eines Ernährungstagebuches sein.

Die Verlässlichkeit von Blut-, Urin- und Stuhltests, die sehr verbreitet sind, ist nach vorherrschender medizinischer Meinung allerdings begrenzt. Die Aussagekraft der einzelnen Werte wird von vielen Medizinern in Frage gestellt, wobei einige Meinungen ihnen im Kollektiv und gepaart mit den Erfahrungen von der Diät und dem Protokoll der Ernährungsgewohnheiten durchaus eine Bedeutung zumessen.

Medizinischer Standard zur Diagnose der Histaminintoleranz ist eine orale Provokation mit Histamin, die doppelblind-placebo-kontrolliert durchgeführt wird und in der Regel mehrere Tage dauert. Weder Arzt noch Patient wissen, ob dem Patienten gerade Histamin verabreicht wurde, oder ein Placebo-Mittel. Für die Histamin-Provokation ist eine stationäre Aufnahme in ausgewählten Kliniken erforderlich.